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Wurzeln

Wurzeln

Eingezäunt auf dem Gebiet einer ehemaligen Plantage in South Carolina, die heute als Wohnsiedlung für wohlhabende Weiße dient, befindet sich dieses Stückchen Wald, das nicht bebaut werden darf. Ein Schild weist darauf hin, dass es sich um einen früheren Sklavenfriedhof handelt, auf dem Männer, Frauen und Kinder begraben wurden, die einst auf der Plantage arbeiteten. Menschen, für die es weder Grabsteine noch Hinweise auf ihre Herkunft oder ihre Namen gibt. Sie wurden wie eine Handelsware direkt aus Afrika „importiert“ oder bereits auf der Plantage als Kinder von Sklaven geboren. Als Eigentum des weißen Plantagenbesitzers hatten sie jede ihnen aufgetragene Arbeit zu erledigen, ohne jemals einen Gegenwert dafür zu erhalten. Unter erbärmlichen Lebensbedingungen und ohne Schutz vor Willkür oder Gewalt mehrten diese Menschen den Reichtum ihrer Besitzer, die nach Belieben über sie verfügen konnten. Die damaligen Verhältnisse machten auch vor Familien nicht halt, die jederzeit auseinandergerissen werden konnten, wenn einzelne Mitglieder verkauft oder an andere Orte verschickt wurden. Über die einzelnen Schicksale und die Lebensgeschichten der dort Begrabenen kann man nur spekulieren.

Wer waren diese Menschen und aus welchen Ländern hatte man sie gewaltsam in die „neue Welt“ gebracht? Wie kamen sie mit ihrer ausweglosen Situation zurecht? Und wie hat sich dies alles auf die Biografien der nachfolgenden Generationen ausgewirkt?

(Bildquelle: Rihab Dubau)

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